
Besondere Vorsicht bei führenden Frischlingsbachen
Der Bayerische Jagdverband ruft gemeinsam mit dem Bund Bayerischer Jagdaufseher, dem Bund Bayrischer Berufsjäger und dem Deutschen Falkenorden, Landesverband Bayern, zu besonderer Vorsicht bei Drückjagden auf.
Nach Beobachtungen aus den Revieren führen in diesem Herbst bereits viele Frischlingsbachen mit 25 bis 30 Kilogramm eigene Jungtiere. Braune Färbung und ein Gewicht unter 40 Kilogramm sind keine verlässlichen Anhaltspunkte dafür, dass ein Stück nicht führt, mahnen die Verbände. Das gilt auch für einzeln anwechselnde Stücke, da Muttertiere und Frischlinge bei Drückjagden getrennt werden können.
Das Wichtigste für die Praxis: Führende Bachen aller Alters- und Gewichtsklassen sind unbedingt zu schonen. Im Zweifel bleibt der Finger gerade.
Bitte bei jeder Drückjagd ansprechen
Die Verbände bitten alle Jagdleiter, dieses Risiko bei jeder Drückjagdansprache ausdrücklich anzusprechen:
- von ganz klein nach groß schießen,
- einzeln anwechselnde Stücke besonders sorgfältig ansprechen,
- führende Bachen aller Alters- und Gewichtsklassen schonen,
- im Zweifel den Finger gerade lassen.
Bitte geben Sie den Appell an Ihre Mitglieder und insbesondere an die Jagdleiter weiter. Den vollständigen gemeinsamen Verbändeappell vom 21. Oktober 2026 finden Sie als PDF unter diesem Beitrag.
Foto: Pixabay / Neil Burton. Grafik: Bayerischer Jagdverband.
