In Bayern sind die Ferien zu Ende und für viele Kinder war der 1. Schultag ein aufregendes und spannendes Erlebnis. Aber nicht nur Menschenkinder müssen zur Schule gehen, auch Tierkinder haben viel zu lernen. Rehkitze und Rotwildkälber sind darauf angewiesen von ihren Müttern zu lernen wo es die beste Äsung gibt, wo Gefahr droht, gezeigt zu bekommen, wo man sich zur Ruhe betten und Schutz suchen kann.
Beim Rotwild wird ja immer auf die extrem enge Bindung von Alttier und Kalb hingewiesen. Verwaiste Rotwildkälber kümmern und leiden psychisch und physisch. Sie verlieren nicht nur ihre Mütter, sondern auch ihren Platz im Rudel und holen die körperlichen Defizite in ihrer Entwicklung ein Leben lang nicht mehr auf.
In vielen Revieren ist jedoch das Rehwild die vorherrschende Schalenwildart und auch hier lässt sich eine enge Bindung bei Geiß und Kitz feststellen. Rehwild entwickelt sich schneller und der Nachwuchs wird früher selbstständig. Dennoch ist im Herbst (Bild 1) die Verbindung natürlich noch sehr eng, bei vielen Geißen lässt sie sich sogar noch im Frühjahr beobachten (Bild 2 und 3 vom April). Erst wenn das neue Kitz gesetzt ist, schlägt die Geiß vor allem die Jährlingsböcke ab, während häufig die Schmalrehe noch immer in der Nähe geduldet werden.
Vielen lieben Dank, @woodruff.xc für die schönen Fotos, die wir für diesen Beitrag verwenden dürfen.
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